Die Stifterin

Elisabeth Bauer

Frau Elisabeth Bauer, geb. Treiber, ist am 23. August 1912 in Berlin geboren und in Braunschweig aufgewachsen. Sie besuchte das städtische Oberlyzeum in Braunschweig, dann eine Handelsschule für Damen und war in verschiedenen Stellungen als Sekretärin tätig, ehe sie sich gegen Kriegsende auf der staatlichen Hochschule für Musik in München in den Fächern Konzertgesang, Klavier und Harmonielehre sowie Musikerziehung ausbilden ließ. Nach einer kriegsbedingt kurzen Ehezeit, musste sie ihren Unterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit als Sekretärin sichern, setzte sich jedoch daneben als Chorleiterin und Organistin u.a. in evangelischen und auch katholischen Kirchengemeinden, aber auch für säkulare Chöre ein. An der Kirchenmusikschule der ev.-luth. Landeskirche Hannover absolvierte sie die Ausbildung zur Kirchenmusikerin und war danach als Kirchenmusikerin lange Jahre in der ev.-luth. Kirchengemeinde Ilten und später noch, nach Verlegung ihres Wohnsitzes nach Bad Salzdetfurth, als Organistin in den ev.-luth. Kirchengemeinden Betheln und Bahrfelde tätig. Elisabeth Bauer verstarb am 10.03.2006 im Alter von 93 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit im Hospizhaus in Celle und ist auf dem Waldfriedhof in Celle begraben.

Elisabeth Bauer liebte die Berge und Reisen in ferne Kulturen. Sie war in Afrika und Asien. Doch ihre große Liebe galt der Kirchenmusik, der ihr Leben gewidmet war. Deshalb übertrug sie, die ohne eigene Abkömmlinge starb, ihr kleines, von ihr mühsam erspartes Vermögen in ihrem Testament der nach ihrem Namen benannten Stiftung, mit der Auflage, aus den jährlichen Erträgen Kirchenmusik in all ihren unterschiedlichen – insbesondere auch interkonfessionellen – Erscheinungsformen zu fördern.